#70 „Adipositas“ mit Prof. Dr. Martin Wabitsch
Shownotes
„Du hast Adipositas, ich helfe dir dabei.“ Ein solcher Satz kann Kinder und Jugendliche, deren Gewicht über der 97ten Perzentile liegt, tatsächlich entlasten. Ein „Iss mal ein bisschen weniger und beweg dich mehr“ ist dagegen nicht günstig, das belegen Daten. Prof. Dr. Martin Wabitsch, Sektionsleiter für Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin Ulm und Leiter der interdisziplinären Adipositas-Ambulanz informiert darüber, dass der Anteil der Gewichtsreduktion, der durch Lebensstiländerungen erreicht wird, mit durchschnittlich 5 % „erschütternd gering“ ist.
Realistische Ziele und ein Fokus auf der Vermeidung von Folgeerkrankungen und nicht auf den Ursachen machen dagegen Sinn. Anlage, Epigenetik und Lebensbedingungen stellen für das Gewicht letztlich die Weichen. Genetische Analysen sind in Ausnahmefällen dennoch wertvoll.
Hilft eine herkömmliche Reha? Hat die „Abnehmspritze“ einen Stellenwert? Wie lässt sich der Stigmatisierung entgegenwirken? Prof. Wabitsch und Moderator Dr. Axel Enninger sind sich einig, dass der Western Lifestyle vieles erschwert, aber wir können einiges tun: zum Beispiel gesundes Trinken leichter machen.
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Unsere Patientenratgeber finden Sie unter https://www.infectopharm.de/fuer-patienten/patienten-ratgeber/, darunter den Patientenratgeber „Neurodermitis“ zum Hören.
Hören Sie auch gerne in die consilium Podcast-Folge 13 „Neurodermitis“ mit Dr. Lars Lange hinein.
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Der consilium – Pädiatrie-Podcast dient der neutralen medizinischen Information und Fortbildung für Ärzte. Für die Inhalte sind der Moderator und die Gäste verantwortlich, sie unterliegen dem wissenschaftlichen Wandel des Faches.
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Dr. Markus Rudolph
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00:00:00: Mein Gesprächspartner heute ist Professor Martin Warbic.
00:00:09: Die Familien, die Kinder, die in unsere Sprechstunde kommen mit ihrem Thema Adipositas, die tun schon viel mehr, bemühen sich schon viel, als andere für einen gesunden Leben stehen.
00:00:22: Das heißt wir dürfen diese Familien erst mal loben.
00:00:26: Anerkennung ihnen sollen dass sie kommen und um Rat bitten dürfen Ihnen auch ermitteln.
00:00:34: Wir verstehen Ihr Anliegen und wir erkennen, dass Sie schon sehr viel tun um dem Thema Adipositas zu begegnen.
00:01:08: Herzlich willkommen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre zu einer neuen Folge von Consilium – dem Pediatrie Podcast!
00:01:15: Mein Gesprächspartner heute ist Professor Martin Warbitsch und wir reden über das Thema Alipositas im Kindes- und Jugendalter.
00:01:23: Herr Prof.
00:01:23: Warbicsch arbeitet an der Universitätskinderklinik in Ulm, er ist Dorbsektionsleiter für pediatrische Endocrinologie & Diabetologie.
00:01:32: Er ist Vorstandsvorsitzender des Zentrums für seltene Erkrankungen in Ulmen.
00:01:37: Er is stellvertretender Standortdirektor des Deutschen Zentrum for Kinder und Jugendmedizin Und er ist Leiter der interdisziplinären Adipositasambulanz.
00:01:48: Herzlich willkommen lieber Herr Warbic!
00:01:50: Guten Tag, Herr Enger.
00:01:51: Herr Warbbic – wer ist denn adipös?
00:01:54: Wie machen wir das?
00:01:54: Wie messen wir es?
00:01:56: Adipositas im Kind sind Jugendalter kann man nicht einem absoluten BMI-Wert messen oder definieren.
00:02:03: Wir nehmen den BMI sehr wohl.
00:02:05: Wir brauchen dazu Perzentilwerte also Alters- und Geschlechtsspezifische Referenzwerte.
00:02:12: Und ein Kind hat dann eine Adipositas, wenn es mit seinem BMI oberhalb der siebenundneunzigsten Patientile liegt und Sie haben gemerkt in meinem Satz gerade dass ich ihn umformuliert habe.
00:02:25: Die Frage wer ist adipös oder ist ein kind adipöse sollte man so nicht stellen weil wir nehmen eigentlich Peoples first language.
00:02:36: Das heißt, wir nehmen die Sprache, die nicht diskriminierend ist.
00:02:40: und ein Kind oder ein Mensch isst nicht adipös sondern ein Kind, ein Mensch, einen Erwachsenen, ein Jugendlicher lebt mit Adipositas oder hat Adipositas im Sinne von er hat eine chronische Erkrankung.
00:02:56: Okay ich versuch mir Mühe zu geben das durchzuhalten sonst korrigieren sie mich bitte auch im weiteren Verlauf des Gespräches.
00:03:04: Ist der BMI denn sozusagen immer noch das, was man macht?
00:03:07: Ist eigentlich ein guter alter Parameter.
00:03:10: Gibt es nichts moderneres Schickeres anderes?
00:03:12: Also ist es ein alter Paramter?
00:03:15: ja.
00:03:15: aber wenn Sie an Ihren Startdenken in der Kinderheikunde gab's den noch nicht auch bei mir noch nicht.
00:03:21: Das war glaube ich siebenundneinzig.
00:03:23: in Monatschrift-Kinderheikunden hatten wir den eingeführt damals.
00:03:27: zuvor hatten des Längen-Sollgewicht genommen oder wir hatten auch Hautfaltenmessungen durchgeführt, wenn es wirklich drum ging zu bewerten ob ein Kind so viel Fettmasse hat.
00:03:40: Also Adipositas im Sinne von vermehrter, pathologisch vermehrte Fettmaße das hat sich in der Praxis natürlich gesetzt und halten lassen.
00:03:50: Wir messen keine Hautfalden in der Routine Und der BMI auch im Kindesalter auf Patientile bezieht, hat eine sehr gute Koordination mit der Fettmasse.
00:04:03: Und wenn der BMI oberhalb des siebenundneinzigsten Perzentils liegt dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß dass die Fettmasse auch zu hoch ist.
00:04:13: Da gibt es ja immer wieder mal Kritik am BMI gerade bei denen die relativ viele Muskeln haben so die Kraftsportler und so.
00:04:20: die werden ja da ein bisschen falsch eingruppiert.
00:04:23: aber für Kinder ist das kein Problem.
00:04:24: Also wenn sie im Bereich des Grenzwertes sind, dann schon.
00:04:29: Aber ich glaube das ist nicht das, was das Thema heute ist.
00:04:32: Wenn wir über Adipositas sprechen, dann haben ja schon die Vorstellung von Kindern und Jugendlichen, die eine sehr große Fettmasse haben, weit aus zu hohe Fettmasse haben.
00:04:44: Wenn man es wissenschaftlich betreibt, hat der BMI seine Nachteile gerade bei den Kindern-Jugendlichen an der sieben oder neunzigsten Patientile liegen.
00:04:54: Auch deshalb, weil wir starke Altersabhängigkeit haben ohne Abhängigkeit vom biologischen Alter.
00:05:01: Das heißt es spielt die Pubertätnerrolle, die reife Entwicklung spielt eine Rolle und wenn ich da Kinder vergleiche mit dem gleichen chronologischen alter kann es durchaus sein dass ein Kind viel weiter schon entwickelt ist.
00:05:18: hinterher hängt in der Entwicklung und dann ist natürlich der BMI zu dem bestimmten Alter kein gutes Maß.
00:05:25: Okay, aber trotzdem als Memo für unseren Alltagsgebrauch BMI-Rechner für Kinder ist das empfohlene Instrument?
00:05:33: Das ist das Empfohleneninstrument.
00:05:35: so steht es auch an den Leitlinien und alles was wir tun wenn wir miteinander sprechen Informationen austauschen.
00:05:41: nehmen wir dieses BMI perzentil.
00:05:45: Wie kommt es denn dazu dass ich eine Adipositas entwickle?
00:05:48: Genauso ist die Frage glaube ich gut gestellt, weil kein Kind wird mit einer Adipositas geboren.
00:05:54: Es gibt ein paar Ausnahmen aber in der Regel kommt ein Kind mit einem normalen Gebirtsgewicht zur Welt und die Adipositas entwickelt sich in den ersten Lebensjahren bei vielen.
00:06:07: es gibt eine große Analyse in Deutschland das Kressnet also eine Datensammlung niedergelassener Kinder- und Jugendärzte Daten erhoben haben bei Kindern während der Vorstellungen in der Praxis, während der Vorsorgeuntersuchung und die zeigt diese Analyse.
00:06:25: Das Kinder, die im Alter vom drei vier Jahren eine Adipositas haben, diese in der Regel nicht mehr verlieren.
00:06:33: also die ersten drei vier Lebensjahre ist der Bereich wo sich die Adipositas entwickelt.
00:06:41: es gibt auch Möglichkeit, dass sie sich natürlich erst später entwickeln.
00:06:45: Aber so die biologische Grundlagen.
00:06:47: biologisches Phänomen ist, dass diese ersten Lebensjahre ganz entscheidend sind.
00:06:53: und Sie sagen, die entwickelt sich in den ersten Lebensjährigen und das Licht an unserer adipogenen Ernährung oder woran liegt?
00:07:02: Das ist das Ergebnis des Zusammenspiels zwischen den Anlagen, die ein Kind mitbringt und den Lebensbedingungen.
00:07:12: Und das wirkt sich nachher auf den Phenotyp, also die Adipositas oder die erhöhte Fettmasse aus.
00:07:18: Sprich ein Kind, dass bestimmendes Risiko in seinen Anlagen hat für die Adepositas, entwickelt die Adrepositas dann wenn die Lebensbedigungen das Fördern des Zulassen und es ist richtig, Heute anders sind als vor dreißig, vierzig Jahren.
00:07:41: Und das ist sicher mit der Hauptgrund die Lebensbedingungen und den Kinder heute aufwachsen, warum die Zahlen so hoch sind und auch angestiegen sind in den letzten Jahrzehnten.
00:07:53: Aber Sie haben gesagt, Gene spielt doch eine Rolle?
00:07:55: Ja, Gene spielen eine Rolle und wir haben da sehr viel dazugelernt in den vergangenen Jahren.
00:08:01: Es gab zunächst große Studien an Zwillingen, an Einigen.
00:08:06: Zwei Einigzwillingen aber auch an Kindern die adoptiert wurden und in anderen Familien aufwuchsen.
00:08:14: Und diese Analysen, diese Untersuchungen zeigten dass die Lebensbedingungen des eines sind Aber die genetische Veranlagung also das was die Kinder biologisch mitbringen von ihren Eltern sehr viel größer ist im Einfluss auf den BMI, auf die Fettmassenentwicklung.
00:08:35: Sprich Kinder, die aufwachsen in einer anderen Familie weil sie adoptiert wurden, deren BMI entspricht dem BMI ihrer biologischen Eltern und nicht dem Bmi der Eltern bei denen Sie aufwachen.
00:08:51: Das zeigt uns dass der genetische Einfluß bei der kindlichen Adipositas größer der Umgebungsfaktoren.
00:09:01: So kann man das, glaube ich an dieser Stelle zusammenfassen.
00:09:04: Es sind die Gene aber wir haben ja auch gelernt gerade in der Kinderheikunde dass es nicht nur die DNA ist die jemand mit sich bringt die jemand hat sondern es ist auch die Tatsache das während der Schwangerschaft und in den frühen Lebensjahren eine Art Programmierung stattfindet, Programmierung des Genprofils das dann auch exprimiert wird.
00:09:35: Man spricht von epigenidischen Veränderungen die erworben sind, die während der Schwangerschaft und den frühen Kindesjahren zum Ausdruck kommen und dann den Phenotyp mitbestimmen.
00:09:51: Das jetzt ein bisschen frustrierend klingt das so.
00:09:54: Nach der Motto die Genetik bestimmt ganz viel und die Dinge, die dazukommen haben vielleicht weniger Einfluss.
00:10:00: Wie muss ich mir das denn vorstellen?
00:10:02: Was passiert denn da wenn ich jetzt also Eltern habe, die beide eine Adipositas haben sagen sie hat das Kind auch per se mal einen Risiko einer Adipositas zu entwickeln?
00:10:14: was passiert da?
00:10:14: wie geht es?
00:10:16: Die Antwort ist ja Ich kenne praktisch keine Familie in der beide Eltern eine Adipositas haben und die Kinder schlank sind oder andersrum.
00:10:25: Ich kann auch keine Familie, in der beiden biologischen Eltern schlanks sind und Kinder da sind, die eine Adepositas habe.
00:10:34: Und als Endocrinologe hab ich diese Art zu denken natürlich auch in anderen phenotypischen Merkmalen.
00:10:42: Der Kind das ist die Körperhöhe.
00:10:44: Da kann man sehr viel in Parallelität sehen.
00:10:48: Wenn ich ein Kind im Wachstum beurteile, dann kann ich eine Zielgröße berechnen.
00:10:55: Die ergibt sich aus der Elterngröse und genauso ist es mit dem BMI.
00:11:02: Der älterliche BMI bestimmt letztlich den BMI der Kinder.
00:11:07: Ich habe da Variabilität und Spannbreite natürlich aber es gibt gewisses Maß an Vorgabe.
00:11:15: BMI-Fettmaße der Eltern gibt den kindlichen BMI vor.
00:11:21: Als einer, der sich relativ viel mit Ernährung beschäftigt, denke ich jetzt so, kann ich meine Bemühungen ja irgendwie sein lassen?
00:11:29: Können Sie das irgendwie so sagen?
00:11:30: wieviel ist denn Genetik und Wieviel isst Umgebung und Ernährungs?
00:11:35: Kann man da irgendeinen Prozentsatz angeben?
00:11:37: Die Frage ist natürlich ganz wichtig.
00:11:40: Thema ist komplex und lässt sich nicht mit schwarz-weiß Darstellungen einfach erklären, aber muss ein paar Dinge einfach auf den Punkt bringen.
00:11:49: Also ich glaube die Diskussion zur Genetik und Epigenetik, die wir gerade hatten, das ganz wichtig ist – die Grundlage!
00:11:57: Und dann kann ich natürlich durch mein Verhalten und vor allem durch die Bestimmung der Lebensbedingungen unter denen ich aufwachse, unter denen die Familie sich befindet.
00:12:09: Kann nicht Einfluss nehmen auf den Energiehaushalt oder auf die Energiehormiostase des Korbers und kann sehr wohl Einfluchs nehmen auf Gewichtsentwicklung.
00:12:18: Das heißt Kinder, die aufwachsen unter Bedingungen wo sie sich viel bewegen können, wo sie viel raus können eine sichere Umgebung haben.
00:12:29: Kinder, dafür Sorge tragen, dass die Ernährung gesund ist und mit Gesund meine ich viele Punkte.
00:12:39: Zum Beispiel keine Energie in Getränken oder auch ballaststoffreiche quasi normale Ernährungen mit Produkten direkt vom Feld, vom Garten von Markt wenn das ermöglicht wird und die Snacks kontrolliert werden und die Zeit vor dem Bildschirmen dann kann ich einen großen Einfluss nehmen früh schon auf die Entwicklung des BMIs.
00:13:01: Dann ist es aber der Lebensstil letztlich, der dann einen großen Einfluss hat auf die Entwicklungen des BMI's.
00:13:08: Wir haben wenig oder praktisch keine longitudinalen Studien dazu, die jetzt das belegen würden.
00:13:16: Das ist viel Hypothese dabei bei dem was ich eben gesagt habe.
00:13:20: Gesunder Mensenverstand natürlich auch.
00:13:23: Es gibt Interventionsstudien bei Betroffenen und von den Interventionstudien, wo es eine große Anzahl gibt.
00:13:30: Zicktausend von Kindern, die randomisiert in Studien waren.
00:13:34: Von denen haben wir gelernt dass durch Lebensstiländerungen also verhaltensbasierte Therapie das Verhalten des Kindes adressiert kann ich im Durchschnitt fünf Prozent des Korbegewichts nach unten fahren kann ich willendlich nach unten regulieren.
00:13:56: Fünf Prozent jetzt für, wenn ich es mal wachsende Gewicht festmache.
00:13:59: und bei im Kindesalter.
00:14:01: nutzen wir dazu den BMI Z-Cord.
00:14:03: Im BMI SDS der wäre Null Komma zwei das entspricht ungefähr fünf Prozent.
00:14:08: Klingt erschütternd wenig und klingt so als müsste man da sehr viel Bemühungen rein sehen.
00:14:15: aber lassen Sie mich nochmal versuchen zusammenzufassen.
00:14:18: das heißt Wenn ich eine bestimmte genetische Ausstattung von meinen Eltern mitbekommen habe, hab' ich es ungleich schwerer keine Adipositas zu entwickeln.
00:14:28: Also ich muss mich mehr bemühen einen Normalgewicht zu halten beziehungsweise keinen Adipositas zu entwickeln wenn ich ne bestimmte Genetische-Ausstattungen von meinen Eltern bekommen habe.
00:14:39: Das ist richtig und das bringt uns jetzt auch zu einer tollen Erkenntnis finde ich weil die Familien...die Kinder die in unsere Sprechstunde kommen mit ihrem Thema Adipositas.
00:14:52: Die tun schon viel, viel mehr, bemühen sich schon viel mehr als andere für einen gesunden Leben steht.
00:14:59: Das heißt wir dürfen diese Familien erstmal loben Anerkennung ihnen zollen dass sie kommen und um Rat bitten Und wir dürfen ihn auch vermitteln.
00:15:10: Wir verstehen ihr Anliegen und wir erkennen das Sie schon sehr, sehr viel tun dem Thema Adipositas zu begegnen.
00:15:20: Das ist bei vielen der Fall nicht bei allen und es gibt sicher Familien aus anderen kulturellen Kreisen, Immigranten, bei denen die Adipositas anders bewertet wird – da ist kein Problembewusstsein da.
00:15:34: aber ich würde sagen die Mehrzahl der Betroffenen, die in unsere Sprechstunde kommen hat das und haben sich schon sehr bemüht dem entgegenzutreten und was zu
00:15:45: tun.
00:15:46: Lassen Sie uns zur Sprechstunde gleich nochmal zurückkommen.
00:15:48: Ich möchte noch mal zurück zu den Eltern mit Adipositas, wenn man das nochmal im Kopf hat sie sagen beide Eltern haben eine Adipositas das Kind hat es ungleich schwerer ein normal Gewichts entwickeln.
00:16:02: dann könnte man noch sagen werde nicht die sinnvolle Intervention alles daran zu tun, dass die Eltern vor Eintritt der Schwangerschaft nicht adipös sind.
00:16:12: Würde das nützen?
00:16:14: Würde es den Kindern helfen wenn man sagen würde da ist ein Paar, das hat Kinderwunsch Die geben sich erst mal besonders viel Mühe zu gucken, dass sie ihre Körpergewicht reduzieren und Zeugen dann erst ein Kind.
00:16:27: Würdet das helfen?
00:16:29: Das ist ein richtiger Gedanke auch eine wissenschaftliche Hypothese für die es einige Belege gibt, dass sie wohl wahr ist.
00:16:39: Also wir wissen zum Beispiel das der BMI der Mutter vor der Schwangerschaft, entscheidend ist so die Gewichtsentwicklung des Kindes wenn es geboren ist.
00:16:50: also insofern den Zusammenhang gibt es und dann müsste man annehmen wenn man dem BMI korrigiert nach unten reguliert das dann ein besseres Outcome da ist übrigens das gleiche gilt für die Väter auch Und man geht davon aus, dass die Keimzellen bereits epigenetische Veränderungen haben.
00:17:09: Die sich dann auswirken auf die Regulation der Energiehormiostase letztlich die Regelkreise, die im Gehirn dafür verantwortlich sind, die Fettmasse zu steuern.
00:17:20: Hochinteressant gibt es Belege auch beim Menschen das in Spermen, in Eizellen entsprechende Methylierungsveränderungen sind wenn ein Mann eine Frau eine Artipositas hat.
00:17:32: Und es wird dann so weitergegeben transgenerational, also das ist ein richtiger Ansatz.
00:17:39: solche Studien durchzuführen ist nicht einfach und es gab schon groß angelegte Studien bei Frauen im gebärfähigen Alter wenige wo man vor der Schwangerschaft intervenierte.
00:17:53: Es gibt mehrere wo man während der Schwangenschaft intervenierte aber all diese Studien beim Menschen haben Bisher keinen Effekt gezeigt auf das Outcome-BMI beim Nachkommen beim Kind mit einer einzigen Ausnahme.
00:18:08: Und es war eigentlich eine retrospektive Analyse von der Entwicklung von Kindern, die von Frauen geboren wurden, die eine extreme Adipositas hatten bei der ersten Schwangerschaft und sich danach nach barriatrisch chirurgischen Intervention unterzogen und sehr viel Gewicht abgenommen haben und dann wieder schwanger wurden.
00:18:29: Und wenn man die erste Gruppe von Kindern vor der Operation verglich, gab es eine Kohorte von solcher Frauen mit der zweiten Gruppe vom Kind, die nach der variatrischen chirurgischen Intervention geboren wurde, dann hatten diese beiden Kindergruppen einen völlig unterschiedlichen Phänotyp.
00:18:50: Primär der BMI war deutlich niedriger bei denen sie nach der Operation der Mütter geboren wurden, aber auch die Stoffwechsel-Situation des metabolisches Symptom Insulinresistenzparameter waren deutlich besser bei den Kindern, bei denen der BMI der Mötter vor der Schwangerschaft korrigiert wurde.
00:19:13: Also spannend, auch total einleuchtend.
00:19:16: Aber vielleicht da nochmal die Wiederholung also sowohl BMI der Väter als auch der Mütter vor Eintritt der Schwangerschaft ist wichtig.
00:19:25: ich ahne jetzt mal dass es nicht so wahnsinnig realistisch sein wird da jetzt ein großes Programm daraus zu machen.
00:19:31: trotzdem natürlich extrem spannend auch von der Idee her was machen die Gene?
00:19:36: Was macht die Methylierung von bestimmten Genabschnitten?
00:19:39: das ist ja irre spannend.
00:19:42: Intervention während der Schwangerschaft.
00:19:44: Also die Frau wird schwanger, weiß ich habe eine Adipositas und ich achte jetzt während der Schwangenschaft besonders gut auf meine Ernährung oder auf die Gewichtszunahme.
00:19:56: hilft das dem Kind?
00:19:58: Da gibt es eine Reihe von Untersuchungen randomisiert kontrolliert auch hier in Deutschland.
00:20:04: Professor Haunein München hat sich das sehr sehr damit beschäftigt.
00:20:11: Postnatal, wenige Parameter die beeinflussbar waren.
00:20:16: Aber all along wenn die Kinder dann älter werden sind die primären Endpunkte zum Beispiel BMI der Kinder nicht zu beeinflussen gewesen mit den Interventionen die bislang untersucht wurden.
00:20:30: das heißt man muss davon ausgehen es muss noch sehr drastischer interveniert werden mehr interveniert werden, ähnlich wie bei einer bariatrischen chirurgischen Operation.
00:20:42: Und es lässt sich im normalen Leben eigentlich so nicht
00:20:47: umsetzen.".
00:20:48: Dann haben wir sozusagen jetzt dieses Thema Pränantal während der Schwangerschaft und dann kommt das Kind auf die Welt entwickelt eine Adipositas.
00:20:59: Und dann kommen wir jetzt mal zu dem Punkt den Sie vorhin schon angesprochen hatten – zu Ihrer Sprechstunde!
00:21:05: Bevor die Menschen aber ja in ihre Speichstunde kommen, gehen sie ja zum niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt oder zum Kindergastroenterologen wie zu mir.
00:21:14: Und ganz häufig höre ich dann, naja das sind doch irgendwie Anführungszeichen, die Drüsenanführungs Zeichen.
00:21:22: Und können Sie denn nicht mal Diagnostik machen?
00:21:25: Können Sie den nicht mal die Schilddrüse untersuchen oder sonst irgendwas anderes untersuchen?
00:21:29: gibt es... Eine sinnvolle Labordiagnostik, die Sie empfehlen?
00:21:34: oder sagen Sie alles Quatsch?
00:21:38: Also es gibt Leitlinien, die uns vorschlagen was wir tun sollen.
00:21:42: Wenn sie mich jetzt direkt fragen will ich die Frage aber ganz einfach beantworten ein Kind dessen eine normale psytomatorische Entwicklung zeigt ein normales Wachstum also Korperhöhlen, Korberlängenwachstum zeigt und eine Adipositas entwickelt bei diesem kind brauche Blut abnehmen.
00:22:01: Wenn die Gewichtsentwicklung dramatisch schnell läuft innerhalb von wenigen Monaten, dann ist es sicher nicht normal.
00:22:11: Dann kann ich eine Schilddrüsen-Unterfunktion denken im seltenen Fall auch mal einen Hirntumor der Graniofarangium das sich so manifestieren würde.
00:22:22: aber dort sehe ich in der Regel auch ein Einbruch vom Korber Höhenwachstum.
00:22:27: Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt, lassen wir uns den noch mal wiederholen weil das wird viele niedergelassene Kinder- und Jugendärzte erstmal entlasten.
00:22:35: Sie sagen bei normaler Längenentwicklung, normaler psychomotorischer Entwicklung und sonst keinen Auffälligkeiten brauchen wir keine Labordiagnostik.
00:22:44: die brauchen wir.
00:22:45: nur können wir nochmal wiederholend bei sonstigen klinischen auffälligkeiten oder besonders schneller Gewichtszunahme.
00:22:53: Korrekt genau so ist es.
00:22:55: Die internationalen Leitlinien empfehlen eher die Diagnostik Richtung Folgeerkrankungen, nicht Richtung Ursachen der Adipose.
00:23:04: Bei den Folgeerkrankungen gibt es Empfehlungen, was man sinnvoll machen kann.
00:23:11: Da ist eine große Diskussion, was sinnvoll und nicht sinnvoll ist?
00:23:15: Wir können da einsteigen – wir sind da eher zurückhaltend!
00:23:21: Weil ich ja weiß, alles was sich an Folgeerkrankungen der Adipositas messen kann, kann ich ja nur über eine Therapie der Adepositas zunächst mal wieder in den Griff bekommen.
00:23:32: Das heißt es gilt eigentlich für alle egal ob sie jetzt ein erhöhtes Drittlizeritspiegel haben oder erhöhte Leberwerte haben.
00:23:41: Alle Kinder mit Adipositas sollten ja ihren Lebensstil optimieren.
00:23:46: Okay da kommen wir vielleicht gleich zu.
00:23:48: nochmal weil Sie Am Anfang, den Wert der Genetik doch so betont hatten.
00:23:55: Da gibt es ja ein paar ganz seltene genetische Erkrankungen.
00:24:00: Wann muss man denn das machen?
00:24:02: Also ich nehme jetzt mal an, dass ist nicht Aufgabe des niedergelassenen Kinder- und Jugendarztes aber einen Spezialist wie Sie wird ja ab und zu spezielle genetisch Diagnostik veranlassen.
00:24:13: Wanne machen sie das dann?
00:24:15: Bei einer
00:24:16: früh manifesten extremen Adepositas wo Zeichen einer Hyperfagi habe, das ist schwer zu messen.
00:24:24: Das ist ein klinischer Eindruck von dem was die Eltern erzählen.
00:24:27: also starkes Hungergefühl und im Alter vor der Schule, vor der Einschulung eine extrem hohe BMI.
00:24:36: ich sage mal Beispiel zwei Jahre und ein BMI von vierundzwanzig fünf oder fünf Jahre und einen BMI vom dreißig.
00:24:45: Das sind ganz seltene Fälle und bei denen soll man eine genetische Untersuchung durchführen und wird da oft auch fündig.
00:24:55: Da findet man dann seltene genetischen Ursachen einer seltenen Erkrankung, und mittlerweile gibt es für einige dieser Diagnosen auch schon mechanismusbasierte Therapien.
00:25:07: Also das ist ne Ausnahme fürs selte Ne Fälle.
00:25:11: Ich will aber jetzt nicht unvollständig bleiben.
00:25:15: an der Stelle Wir wissen dass es eingehen gibt Melano-Kartin IV Rezeptor, das Gen für den Melano Kartin IV-Rezeptor.
00:25:23: Das ist der Sättigungsvierrezeptor im Hybridalamus, im zentralen Nervensystem.
00:25:30: Dieser Rezeptur weist Varianten auf in der Allgemeinbevölkerung und es gibt Varianten die Risikoalleele darstellen Und wir wissen dass bei Kindern mit Adipositas zwei bis drei Prozent der Kinder mit Adipositas, ein Risikoallel haben im MCV-Rezaktor.
00:25:55: Und diese Information wäre hilfreich für Interventionen zur Aufklärung auch um später realistische Ziele zu formulieren wenn ich verhaltensbasierte Interventione durchführ'.
00:26:09: Ich weiß dass die Kinder, die eine solches Risiko Allel tragen keine guten Ergebnisse haben bei den verhaltensbasierten Interventionen.
00:26:19: Da gibt es eine gute Studie von Thomas Reiner aus Datteln, der das gezeigt hat und diese Info fände ich jetzt für die Aufklärung aus ethischer Sicht gut wenn ich sie hätte.
00:26:32: Das heißt aus meiner Sicht aber da spreche ich als Universitätsmediziner wäre es gut dass jedes Kind ein Schulungsprogramm angeboten wird Verhaltensänderungen Lebensstilverbesserung bei diesem Kind die Information habe.
00:26:50: Zwei bis drei Prozent haben ein Risikoallel, dass ich die kenne und das den auch mitteile.
00:26:57: Das heißt nicht, dass sie nicht an so einem Programm teilnehmen sollen aber ich muss Ihnen sagen, die Chance, dass ihr viel Gewicht abnehmt und es dann auch haltet ist gering.
00:27:08: Das Programm ist trotzdem gut weil der Lebensstil der Gesunde für uns alle gut ist.
00:27:12: So ein bisschen Furztbegrenzung oder?
00:27:14: Ja realistische Ziele.
00:27:16: Und für eine ärztliche Aufklärung ist es auch richtig, alle Informationen die verfügbar sind oder die wir erheben können, auch bereitzustellen und auf der Basis mit Eltern und Kindern zu sprechen.
00:27:32: Das ist gar unser ärztliches Selbstverständnis, den Sie
00:27:35: haben.".
00:27:38: Bevor es gleich spannend weitergeht möchten wir sie auf unsere Neuroderm-Präparate aufmerksam machen – mit denen sie bei Neurodermitis rundum gut versorgt sind!
00:27:47: Neurodämpflege-Lozio, Neurodampflegecreme und Neurodempflegekremlipo enthalten alle den natürlichen Feuchthaltefaktor Glycerin in einer Konzentration von zwanzig Prozent der die trockene Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt.
00:28:03: Die drei Basispflegeprodukte unterscheiden sich durch ihren Lipidanteil so dass die Pflege dem individuellen Hautzustand unter Jahreszeit angepasst werden kann.
00:28:12: Bei besonders trockenen und juckenden Hautstellen hilft Neurodam Repair mit ihren Ceramiden, die Hautbarriere zu regenerieren und zu stärken.
00:28:21: Zudem beruhigt sie effektiv den Juckreiz!
00:28:24: Das Neurodämm-Mandelölbad schützt die trockene Haut schon während des Badens – es ist erstattungsfähig bis zwölf Jahre und Abgeburt zugelassen.
00:28:33: Falls unser Neurodam Portfolio auch für Ihre Patienten spannend sein könnte, fordern Sie gerne Musterproben unserer Pflegeprodukte bei uns an.
00:28:41: Den Link finden Sie in den Shownotes.
00:28:44: Wenn Sie weitere Informationen über Neurodermitis benötigen und praktische Tipps zu Themen wie Cremes, Baden- und Fettfeuchteverbände wünschen, raten wir Ihnen einen Blick in unseren Patientenratgeber zum Thema NeuroDermitis zu werfen.
00:28:58: Diesen und viele weitere interessante Concilium-Patientenratgebers finden sie auf der InfectoFarm Homepage!
00:29:05: Jetzt wünsken wir Ihnen aber zunächst weiterhin viel Freude mit dem Concilium per Diatri Podcast – Ihr Team von Infectofarm.
00:29:19: Kommen wir nochmal zu den in der Leitlinie empfohlenen Laborwerten zum Thema Folgeerkrankungen.
00:29:26: Können Sie die kurz aufzählen oder müssen wir die in der leiten Linie nachlesen?
00:29:30: Nein, die kann ich aufzähln.
00:29:31: Das sind im Prinzip drei Bereiche.
00:29:33: das ist der Bereich des Fettstoffwechsels also dem Folgenfolge Störungen im Bereich des Lipid Profils zu prüfen also Cholesterin LDL HDL Cholesterol und Trichlizaride.
00:29:47: Der zweite Bereich ist die Leber, also wenn ich um Labor werde, nämlich kümmern will.
00:29:53: Die Leber Enzyme zu messen, um einen Hinweis zu haben für eine Fettleberkrankung.
00:29:58: und das dritte ist der Bereich Glucose Regulation, also letztlich Typ II Diabetes oder dessen Vorstufen rechtzeitig zu erkennen sind die drei Bereiche wo ich bei denen ich Laborwerte erhebe.
00:30:14: Es gibt dann auch noch aberative Untersuchungen.
00:30:16: dazu gehört der Ultraschall, der Leber dazu und der Blutdruck, der zu messen wäre.
00:30:22: also diese drei Laborbereiche und diese zwei aberative untersuchungen die finden sie in Leitlinien und man kann das durchaus kritisch diskutieren ob ich das wirklich bei jedem Kind mit Adipositas durchführe oder nicht.
00:30:40: Jetzt werde ich selber widersprüchlich Leitlinien sein, Leitdienien.
00:30:44: die sollten wir einhalten aber ich habe in manchen Stellen schon eine differenziertere Sicht darauf und würde es auf individueller Basis entscheiden.
00:30:54: Okay dann lassen mich als Kindergastroenterologe noch den Kommentar abgeben dass natürlich auch ein Kind mit einer Adipositas trotzdem einen Mobus Wilson haben kann und der kann trotzdem eine Autorimunipartitis haben.
00:31:09: Also bitte nicht damit zufriedengeben, die Transseminasen liegen am Körpergewicht.
00:31:16: Wenn das Körper-Gewicht runtergeht und die Transseminasen bleiben immer noch oben Achtung Achtungen!
00:31:22: Da müssen wir weitere Diagnostik machen.
00:31:23: Das ist nur ein kleiner Kindergastronenologischer Klammer, den ich kurz aufmachen möchte
00:31:28: Da gebe ich Ihnen recht.
00:31:29: Also da ist wichtig, den Verlauf zu dokumentieren und den ernsthaft Versuch durch wenn dann nur eine kürzfristige Lebensstiländerung also eine funktionelle Untersuchung zu zeigen dass die Enzyme runtergehen.
00:31:44: Absolut d'accord!
00:31:45: Und so würde ich es auch jedem
00:31:46: empfehlen.
00:31:47: Also so mache ich es in der Tat auch.
00:31:49: Ich versuche denen das zu erläutern und sage wir fassen jetzt mal ein realistisches Körpergewichtsziel und treffen uns in ein paar Monaten wieder.
00:31:57: Und wenn das Körpergewicht runtergeht und deine Transaminasen runtergehen, dann haben wir das quasi bewiesen.
00:32:03: Dann müssen wir auch nicht mehr machen.
00:32:04: aber wenn es da nicht runter geht, dann müssen wir was gucken okay?
00:32:08: Sie hatten ganz am Anfang bei der Einleitung schon gesagt dass ihnen ganz wichtig ist wie man kommuniziert und eben nicht sagt ich habe einen Adipositor sondern der Patient hat eine Adipositas als Erkrankung.
00:32:22: Was sind das in Ihrer Sicht so die klassischen Fallstricke in der Kommunikation, wo Sie sagen würden?
00:32:30: Das sollte man besser nicht tun.
00:32:32: Also die Fallstricken in der Kombination entstehen ja in uns selber wenn wir Menschen mit Adipositas auf der Straße sehen oder wenn wir sie in unserer Ambulanz sehen oder in der Sprechstunde sehen.
00:32:45: und der erste Fallstrik ist bei uns morgens Sprechstunden parallel haben und die zuständige MFA oder keine Krankenschwester empfängt die Ärzte, der begrüßt die Ärztin sagt.
00:33:02: Zimmer eins ist ein Kind mit Kleinwuchs jetzt bei uns in der Endocrinologie.
00:33:06: Zimmer zwei hat man Diabetiker, der zur Kontrolle kommt.
00:33:09: Zimmer drei ist dieses Kind mit der Harsche Motorteure.
00:33:12: Und im Zimmer vier haben wir ein neues Kind mit Adipositas bleibt normalerweise Zimmer vier immer bis zum Fluss übrig.
00:33:20: Ich schildere das jetzt mal so ein bisschen plakativ, weil da keiner rein will.
00:33:25: Also das ist schon der erste Fehler wie wir den Menschen und den Kindern, den Familien begegnen.
00:33:32: Wir haben eine innere Hemmung, dass wir uns mit ihnen beschäftigen wenn sie in einen Zimmer reinkommen.
00:33:40: Das ist so... Da ist ne Dicke Luft, da riecht es übel und ein Kind mit Adipositas eine Jugendliche zu untersuchen ist etwas was man prima erst mal nicht gern tut.
00:33:53: Und das ist ein Fallstrick der aber unser eigenes Thema ist.
00:33:57: Das ist letztlich Erdrogenen.
00:34:00: Da müssen wir wirklich Ärzte sein und Ärztinnen sein und jeden Patienten gleich behandeln.
00:34:07: Das erste, das zweite ist wie spreche ich mit den Familien und es ist oft zu beobachten, dass die Mütter, die die Kinder begleiten dann erst mal anfangen zu erzählen.
00:34:20: Und sie brauchen für eine Anamnese meistens viel länger als bei anderen Diagnosen weil diese Müttern versuchen sich recht zu fertigen.
00:34:30: Sie erklären was sie alles tun oder was sie schon gemacht haben und zum gewissen Maß sollte man das zulassen und sie nicht unterbrechen Und sie dann eher für ihr Engagement auch loben und es wertschätzen.
00:34:44: Das ist ganz wichtig!
00:34:46: Und nicht sagen, das kann ja nicht sein.
00:34:49: Sehen Sie doch das Ergebnis?
00:34:51: Und wenn man weiter denkt – das sollte er heute hoffentlich nicht mehr vorkommen -, dass wir dann sagen jetzt schauen Sie mal, dass Sie weniger essen.
00:35:00: Schauen Sie einmal, dass Ihr Kind sich mehr bewegt und das ist doch machbar.
00:35:04: ein paar Einfachheit-Tipps und dann wird das schon wieder besser werden.
00:35:09: Das entspricht nicht den Leitlinien, ist nicht evidenzbasiert und trägt dazu bei dass wir die Familien belasten.
00:35:19: Letztlich das Stigma pflegen und es auch eine Art Diskriminierung.
00:35:24: Und da sind so FOPA!
00:35:26: Da gibt's ja tatsächlich auch ne ganz gute Untersuchung dazu, die sagt einmal solche, sag ich mal Anführungszeichen Tipps von sich zu geben, entlastet lediglich den Arzt und hat sonst keine Konsequenz.
00:35:39: Aber nichtsdestotrotz müssen wir ja Dinge die Sie vorhin unter dem Stichwort Lifestyle Modification angesprochen haben, müssen wir ansprechen.
00:35:48: was wollen wir denn?
00:35:50: Was empfehlen wir denn?
00:35:52: bei allen im Hintergrund habenden und wir wissen so wahnsinnig viel können wir nicht ausrichten aber wir können ein bisschen etwas ausrichten!
00:36:01: Was empfehlen
00:36:03: Und jetzt schicke ich nochmal den Satz voraus.
00:36:06: Zuerst wertschätzen das, was die Familie bereits tut und dann vermitteln dass unser Ziel es nicht ist, dass ein Kind mit Adipositas schlank wird sondern das Ziel ist, daß es möglichst gesund bleibt eine gesunde Entwicklung hat auch in der Gruppe, in der sozialen Gruppe sich gut integrieren kann bei sozialen Aktivitäten mitmachen kann und das selbst Bild, den Selbstwert hochhalten kann.
00:36:38: Das ist ein ganz wichtiges Ziel in der Entwicklung der Kinder.
00:36:41: Und dann gilt es, den Lebensstil so gesund wie möglich zu gestalten.
00:36:49: Da gibt es Maßnahmen die sich auch auf das Gewicht auswirken können.
00:36:55: Auch da bevor ich jetzt einzelne Punkte nenne schicke ich wiederum voraus, es ist nicht primär das Kind.
00:37:04: Selbst der Jugendliche nur begrenzt sondern die Eltern, die Erwachsenen, all die in der Umgebung des Kindes sind.
00:37:12: und da ist Vorbilder gelten.
00:37:14: später die Peer Group, die wir natürlich schlecht beeinflussen können.
00:37:18: Da gilt es den Schwerpunkt zu setzen.
00:37:21: Und dann Maßnahmen die wirksam sind.
00:37:23: Das sind Maßnahmen im Rahmen der Ernährung.
00:37:27: Da wissen wir, dass die Energie, die ich über Getränke zu mir nehme, Einfluss hat auf das Kopfgewicht.
00:37:33: Und da gibt es klare Befunde, die zeigen, dass der Zuckergehalt in Getränken direkt den Einfluß hat auf die Fertmaßenentwicklung des Gewichts.
00:37:43: Sind klarer Zusammenhang da?
00:37:45: Da
00:37:45: machen wir eine kleine politische Klammer auf.
00:37:48: Daran kann man als Politiker arbeiten.
00:37:52: Thema Zuckergahalt von Getränkern Das wäre ein Abhalt an die Politik.
00:37:57: Da sind wir uns beide, glaube ich, einig.
00:38:00: Grundsätzlich wollen das die Kinder am liebsten Wasser trinken.
00:38:04: Ja und es lässt sich ja gerade in unserer Gesellschaft gut umsetzen indem dass wir die Schulen, die Einrichtungen, denen die Kinder sind befähigen solche Maßnahmen auch zu ermöglichen, zu erleichtern und die Familien dann aufklären.
00:38:21: also das ist zum Beispiel ein zentraler Punkt.
00:38:26: Das große Programm, das wir hier in Baden-Württemberg haben von der Landesstiftung unterstützt, kommt mit in das gesunde Boot.
00:38:33: Da geht es um Schulunterricht auch Kitaanleitungen wo ein gesunder Lebensstief ermittelt wird über Lehrer und Erzieherinnen.
00:38:43: Und die Kinder, praktisch ihnen es leicht gemacht wird solche Empfehlungen also Wasser zu trinken nicht gesüßten Tee zu tränken umzusetzen.
00:38:55: Das sind die Getränke.
00:38:56: Ich habe eine schöne Untersuchung aus dem Ruhrgebiet, dass allein das Aufstellen von Wasserspendern in Schulen schon einen positiven Effekt gezeigt hat.
00:39:06: Ja Frau Boeiser Kerstin?
00:39:07: Genau!
00:39:08: Hat es durchgeführt und ist eine ganz tolle Arbeit.
00:39:10: Die zitiere ich oft.
00:39:13: und ja, das ist ein Antwort auf diese Frage was kann nicht tun.
00:39:17: Okay
00:39:18: getränke Nummer eins Ernährung Da hatten sie auch vorhin schon gesagt, möglichst dicht zwischen den Mahlzeiten.
00:39:26: Stichwort Snacks ist ein glaube ich großes Thema.
00:39:31: Gemeinsam Mahlzeitung ist ja so eine Mittelschichtsvorstellung dass Familien abends noch gemeinsam essen.
00:39:39: Glaubst du letztens eine Untersuchung hier aus Baden-Württemberg?
00:39:41: Das machen noch höchstens fünfzig Prozent der Familienessen noch abends gemeinsam.
00:39:47: Gallig gesagt waren wir da wieder hin
00:39:49: oder?!
00:39:50: An der Beschreibung sehen Sie, dass es an der Stelle sicher nicht nur um die Adipositas dann dreht.
00:39:55: Die ich da beeinflussen will, sondern das ist ein gesamtgesellschaftliches Thema.
00:39:59: und die Frage ist wie weit ich das wirklich wieder zurückdrehen kann?
00:40:04: Da kann man nur spekulieren hat ja auch andere Auswirkungen.
00:40:09: also diesen Ratschlag des Vorbilds die Möglichkeit zu erleichtern, dass wir miteinander in den Mahlzeiten einnehmen.
00:40:16: Das hat ja nur Vorteile aber Das ist sehr viel komplex an der Stelle natürlich.
00:40:21: Also die gemeinsamen Mahlzeiten?
00:40:23: Ja, Mahlzeit zu geregelten Zeiten und dann kommen die Dinge, die wir essen.
00:40:31: Und die Nahrungsmittelindustrie ist wichtig.
00:40:35: Die hat uns ja auch den Wohlstand erbracht, den wir haben.
00:40:39: Die erlaubt es uns heute unseren Tag so zu leben wie wir wollen und gerade im Kindes- und Jugendbereich wissen wird dass wir die Industrie erbrauchen Säuglingsnahrung für andere Nahrungsmittel, wo wir sehr froh sind das wir sie haben.
00:40:55: Das ist die eine Seite.
00:40:56: aber der anderen Seite ist dass es auch ein Bereich ist wo viel viel Produkte im Supermarkt angeboten werden die prozessiert sind d. h. des ursprüngliche Produkt vom Acker vom Garten wird verarbeitet damit es haltbar gemacht wird und in diesem Prozess fallen dann Ballaststoffe raus und es wird ein Produkt an entstehen, das auch einen höheren Energiegehalt hat.
00:41:23: Meistens noch mit bestimmten Stoffenversehen, Geschmacksverstärker, Stoffenzuhaltbarkeit, Verhauptstoffe andere Dinge die dann am Ende dazu führen dass diese Nahrungsmittel metabolisch viel ungünstiger sind ohne Adipositas vorantreiben zum Teil über Insulin-Spiegel darüber stimuliert werden und andere Vorgänge.
00:41:48: Also die Produkte, die wir gerade haben, die uns angeboten werden das moderne Leben uns auch vorgibt, sind nicht geeignet um einen gesunden Lebensstil mit dem Ziel Adipositas zu kontrollieren.
00:42:05: da sind sie sicherlich nicht geegnet dazu.
00:42:08: Also ein Riesenfeld prozessierte Lebensmittel ist auch nicht alles Böse was prozessiert ist aber trotzdem Grundsätzlich kann man sagen, Dinge die man als Basis-Lebensmittel kauft und selber kocht ist erstmal das was wir haben wollen.
00:42:23: Wir wollen gerne Produkte auf dem Markt kaufen oder selber Dinge herstellen.
00:42:28: ich glaube das ist etwas... Da, finde ich, kriegt man übrigens auch relativ viele Familien mit Migrationshintergrund.
00:42:36: Wenn man die so ein bisschen packt an ihrer Mensch, da gibt es doch wunderbare türkische Rezepte, arabische Rezepte und das ist doch toll wenn sie da kochen können eben ohne fertige Lebensmittel, die hier so Western Lifestyle darbieten.
00:42:53: okay also das heißt wir wollen bei der Ernährung glaube ich im Grunde jedem mit vernünftigen, normalem gesunden Menschenverstand klar was wir da haben wollen.
00:43:04: Dass wir Bewegung haben wollen ist glaube auch klar.
00:43:08: das auch noch ein Appell glaube ich an die Politik Spielplätze Möglichkeiten für Kinder sicher sich zu bewegen.
00:43:16: also sag mal unsere Generationen Wir sind noch raus und wir sind auf Bäume geklettert und von Bäumen gefallen oder haben auf Baustellen gespielt Das gibt es ja weniger Zumindest.
00:43:29: Okay, jetzt gibt es eine Frage die wir relativ, ich ahne mal dass Sie sie auch häufig gestellt bekommen, muss mein Kind nicht mal zur Kur?
00:43:38: Was sagen Sie dazu?
00:43:40: Also wir haben ja einen Schatz in Deutschland an Reha Einrichtungen, die chronisch kranken Kindern die Türen öffnen und auch dort sehr, sehr gute innerdisziplinäre Programme und Unterstützungen auch für Eltern wenn sie mit aufgenommen werden anbieten.
00:43:57: Also das ist ein Reichtum der auch so typisch in Deutschland ausgeprägt ist dass es erstmal positiv zu bewerten.
00:44:06: und diese Maßnahmen in den Reha-Kliniken sind ja auch wirksam.
00:44:11: und bewegen was?
00:44:12: Das Problem ist da Sie für vier sechs Wochen dann durchgeführt werden Und danach kommen die Kinder dann wieder nach Hause und dort hat sich eben nichts geändert.
00:44:25: Wir sehen halt bei vielen, dass die Gewichtskurve der BMI während der Reha nach unten geht und nachher wieder nach oben geht und am Ende dort ist und so ausschaut als ob sie gar nichts gemacht hätten.
00:44:40: Das heißt, die alleinige Reha-Maßnahme reicht nicht aus.
00:44:44: Wir brauchen eine gute Vorbereitung und vor allem eine Nachsorge, in dem Sinn dass das was an Lebensstiländerungen, an Neuerungen dort gelandt wurde auch zu Hause umgesetzt werden kann.
00:44:59: also der Bedarf dieser Nachsorgung diese Nacharbeit ist mindestens so wichtig und auch intensiv wie die eigentlichen.
00:45:09: Da haben wir noch ein Mangel, das können wir nur nicht wirklich umsetzen bei uns.
00:45:13: Das
00:45:13: finde ich war jetzt eine sehr abgewogene Antwort.
00:45:17: Ich provoziere sie jetzt so ein bisschen... Können wir nicht dass Geld was wir in Reha-Kliniken und solche Reha stationären Reha Programme stecken besser in der Prävention benutzen?
00:45:29: Also wenn Sie die Beträge anschauen, die Eurobeträge glaube ich, dass man mit dem Geld durchaus antritt Dinge mit mehr Wirkung machen kann.
00:45:39: Dem stimme ich zu, mir war es wichtig das Potenzial dieser Einrichtungen nicht schlechtzureden ist eher der Appell des Wohl geprüft und mit einer Art Innovation auch jetzt in die Zukunft zu bringen.
00:45:56: Ich würde sie also nicht abschaffen sondern ich würde schauen dass die Wirkung die dort erzielt wird nachhaltig beibehalten wird.
00:46:05: Also so ein Kind mal rauszunehmen, ist ja oft auch gut entlastend.
00:46:11: aber was uns halt fehlt, ist die Nachbetreuung.
00:46:14: Jetzt ist bei den Erwachsenen das große Thema die Abnehmenspritze.
00:46:20: Das war's große Ding!
00:46:22: Wie steht es denn mit medikamentösen Interventionen bei Kindern und Jugendlichen?
00:46:26: Es gibt zwei dieser Produkte, die zugelassen sind ab dem Alter von zwölf Jahren für die Behandlung der Adipositas.
00:46:35: Das ist im Moment, wir sind im Oktober, es wird weitere Medikamente geben, die nächstes Jahr und übernächstes Jahr zugelassen werden.
00:46:45: ab zwölf wird auch ein medikamentgebendes wahrscheinlich nächstes ja ab sechs Jahre bereits zugelassene wird.
00:46:53: also das ist die Zulassung die Behörde die eine Therapie zulässt.
00:46:59: in Deutschland haben wir den sogenannten Lifestyle-Paragrafen, der eine Liste von Medikamenten mit sich führt die nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verschrieben werden dürfen weil sie den Lebensstil eines Menschen beeinflussen.
00:47:19: Das sind bei dem Thema von vorher und da liegt historisch gewachsener noch verhandener Trugschluss einfach drin.
00:47:28: Fakt ist, dass diese Medikamente heute nicht auf Rezept ausgestellt werden, verschrieben werden können und nicht erstattet werden.
00:47:35: Das ist für mich ein Fehler.
00:47:38: Es ist auch biologisch verkehrt aber so ist es im Moment.
00:47:43: Jetzt sind die zugelassen ab zwölf Jahre und da ist er viel in den Medien grad und das wird ja immer schwarz-weiß dargestellt oder nur kleine Ausschnitte dargestellt.
00:47:55: Da werden viele Fehlinformationen übermittelt.
00:47:58: also Wir werden nicht alle Kinder mit Leraglutit oder Simagglutit behandeln.
00:48:06: Das ist nicht richtig, nicht sinnvoll.
00:48:09: Es ist sinnvoll für ausgewählte Patienten.
00:48:13: Ich beschreibe mal eine Gruppe, für die ich diese Medikamente als sehr sinnvoll und hilfreich sehe.
00:48:20: Das sind Kinder mit extremer Adipositas, die dann wenn sie acht Jahre sind zehn Jahre sind.
00:48:27: zwölf Jahre sind pro Jahr zehn Kilogramm zunehmen.
00:48:31: Ich sehe das auf der Gewichtskurve, ich kann genau voraussagen wenn ich die Kurve zeichne wie viel der Junge das Mädchen in einem Jahr wiegt.
00:48:41: und wenn ich eine solche Dynamik sehe und alle Bemühungen der Familie inklusive Programme zu keinem Erfolg führten dann bin ich eigentlich verpflichtet dieses Medikament einzusetzen weil es diesen Anstieg stoppt Die Gewichtsabnahme einleitet.
00:49:01: Okay, Medikamente sind das eine bei Erwachsenen auch das ständig in den Medien die bariatrische Chirurgie im Magenverkleinerung und Magenballon was auch immer.
00:49:14: gibt es da einen Stellenwert bei Kindern und Jugendlichen?
00:49:17: Auch dass ist Leitlinien basiert.
00:49:19: Es gibt die Empfehlung bei Jugendlichen mit extremer Adipositas bei denen alle anderen Interventionsmaßnahmen nicht erfolgreich waren, diesen Schritt zu überlegen.
00:49:31: Es gibt Kriterien und eine ganze Liste, die erfüllt sein müssen.
00:49:36: Und dann ist es ne echte Option und sehr wirksame Therapie-Maßnahme.
00:49:41: Variatrische Schuhe!
00:49:42: Also das ist tatsächlich auch ein Punkt.
00:49:44: den musste ich in den letzten Jahren lernen.
00:49:47: Ich habe mich erst innerlich ganz, ganz heftig dagegen gewährt.
00:49:50: Ich fand die Vorstellung furchtbar und hab mir gedacht da müssen wir doch irgendwie besser werden.
00:49:55: Aber ich glaube, wenn man sich die Zahlen anguckt ist das tatsächlich die Intervention.
00:50:00: Denken Sie an einen Jugendlichen mit hundertvierzighundertfünfzig Kilo?
00:50:03: Von dem ich weiß der nimmt noch mal dreißig vierzig Kilo zu.
00:50:06: Genau und dem klaue ich zehn Prozent seines Körpergewichts durch die Interventions- und dann bin ich aber immer noch nicht da wo ich hin will.
00:50:12: Ja!
00:50:12: Und wenn ich eine Magenverkleidung durchführe, dann habe ich dreißzig Prozent Gewichtsabnahme.
00:50:18: Okay... Es gibt ein Standard-Element in diesem Podcast und der heißt Do's and Downs.
00:50:26: Das ist ihnen überlassen, mein Rat ist immer eher mit den Downs anzufangen weil lieber mit positiven Dingen zu enden.
00:50:34: aber sie dürfen ein paar ihnen wichtige Punkte an die niedergelassenen Kinder und Jugendärzte loswerden.
00:50:41: Ja wir sollten nicht von adipösen Patienten sprechen das hatten wir eingangs sondern Das Kind hat Adipositas oder der Jugendliche lebt mit Adipositas.
00:50:52: Wir sollten nicht das Normalgewicht als Zielgewicht formulieren, sondern wir sollten realistische Ziele formulieren und die bestehen zunächst in einem gesunden Lebensstil und in einer Entlastung, Entstigmatisierung.
00:51:08: also ich verbinde die Dones mit den Dos.
00:51:11: was wir auch nicht machen sollten ist solche Aussagen treffen erst mal weniger bewege dich mal mehr, weil das funktioniert nicht.
00:51:20: Das entspricht nicht den wissenschaftlichen Grundlagen des Bedarfs einer grundsätzlichen Änderung des Lebensstehens in der Familie wo ich viel investieren muss multidisziplinär um es in einer Gruppe wie eine Familie zu erreichen.
00:51:36: und dann was wir alle nicht tun sollten bitte ist die Stigmatisierung, die wir in uns tragen wenn wir Kinder mit Adipositas sehen.
00:51:47: Wir müssen sie kontrollieren und auf keinen Fall die Betroffenen diskriminieren im medizinischen Umfeld also dass wir sie schlechter behandeln anders behandeln als andere chronisch kranken.
00:52:00: Also das sind für mich die Downs Und die Dos ist Adipositas Ist eine chronische Erkrankung.
00:52:07: ich helfe dir damit zu leben, damit zurechtzukommen.
00:52:12: Es gibt realistische Therapieziele für verhaltenstherapeutische Interventionen.
00:52:17: die liegen im Bereich von fünf Prozent Gewichtsveränderung und vor allem im Bereich eines gesunden Lebensstils.
00:52:26: und das du also was mach ich?
00:52:30: Was kann ich tun?
00:52:32: Ich wiederhole es einfach nochmal!
00:52:34: Du hast Adipositas, ich helfe dir dabei.
00:52:38: Sehr schönes Schluss zu Wort.
00:52:39: Vielen lieben Dank Herr Prof.
00:52:41: Warbic und Ihnen.
00:52:44: liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielen Dank fürs Zuhören!
00:52:48: Wir freuen uns wie immer über Kommentare.
00:52:50: wir verlinken wichtige Literatur- und Literaturhenweise in unseren Show Notes.
00:52:56: die können Sie dort gerne nachlesen.
00:52:59: Wir freuen uns über Bewertungen, natürlich über positive Bewertung.
00:53:02: Und wir freuen uns aber auch über Hinweise zu anderen Themen, zu Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern.
00:53:10: Und wie immer bleiben Sie uns gewogen!
00:53:28: Schreiben Sie uns gerne bei Anmerkungen und Rückmeldungen an die E-Mailadresse podcastatinfektofarm.com.
00:53:35: Die E-mailadresse finden sie auch noch in den Shownotes.
00:53:38: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:53:40: Und bis zur nächsten Folge, Ihr Team von Infecto Farm.